Interview

Jagen oder gejagt werden, das ist hier die Frage

03/red-kn

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Schattenwelt-Report ist heute in Heidelberg unterwegs, denn wir sind einem großen Geheimnis auf der Spur. Redakteurin Kay und Redaktionsassistentin Nelly sind mit Noah Lennert verabredet, einem ehemaligem Schattenwächter. Einen Moment sehen sich die beiden beeindruckt um. Die Heidelberger Altstadt liegt einem hier oben zu Füßen und das Schloss ist fußläufig zu erreichen. Eine Wohnung in dieser Gegend muss ein Vermögen kosten.

Kay und Nelly gehen auf das Haus zu und klingeln. Mit dem Fahrstuhl fahren sie nach oben. Ein gut aussehender Mann mittleren Alters steht bereits an der geöffneten Tür und erwartet sie.

Noah: Hallo, Sie sind bestimmt Nelly und Kay. Noah Lennert, sehr erfreut.

SW-R: Danke, dass Sie uns empfangen, Herr Lennert.

Noah winkt ab.

Noah: Ach, ich freue mich doch, wenn man meine Meinung zu so einem wichtigen Thema wissen möchte.

Er bittet Kay und Nelly herein und führt sie in sein Arbeitszimmer. Mit dem Kopf deutet er auf zwei große Stühle und nimmt selbst hinter dem wuchtigen Schreibtisch aus dunklem Holz Platz.

Noah: Darf ich Ihnen einen Kaffee anbieten?

SW-R: Sehr gerne, vielen Dank. Also, Herr Lennert, dann erzählen Sie doch mal. Was genau sind die Schattenwächter?

Noah sieht die beiden alarmiert an.

Noah: Moment bitte, wer oder was soll das sein? Ich dachte, hier geht es um meine Meinung als ehemaliger Investmentbanker zur Euro-Krise.

SW-R: Eine kleine Notlüge, entschuldigen Sie bitte. Aber wenn wir gesagt hätten, dass wir mit Ihnen über einen Geheimbund reden wollen, der im Hintergrund die Fäden zieht und so die Welt regiert, hätten Sie niemals zugestimmt.

Noah wird rot vor Zorn und steht auf.

Der Geheimbund der dreidimesionalen Schatten

Noah: Es ist eine Unverschämtheit, derart infame Lügen zu verbreiten. Dieses Interview ist zu Ende. Ich bitte Sie, auf der Stelle meine Wohnung zu verlassen.

SW-R: Und wenn wir nicht gehen, rufen Sie dann Ihre Freunde bei der Polizei an? Wir wissen, dass die Schattenwächter unglaublich mächtig sind.

Noah atmet hörbar aus und schüttelt den Kopf, während er sich wieder auf seinen Stuhl fallen lässt.

Noah: Das stimmt doch alles so nicht. Wir Schattenwächter sind die Guten. Wir beschützen die Menschen.

SW-R: Also existiert dieser Geheimbund wirklich. Ist es wahr, dass die Schattenwächter seit dem Mittelalter ihr Unwesen treiben?

Noah: Gut, jetzt hören Sie mir mal zu. Es stimmt, dass unsere Geheimgesellschaft, unser Geheimbund oder wie auch immer Sie uns nennen wollen seit dem späten 14. Jahrhundert existiert. Aber wird sind nicht diejenigen, die die Weltherrschaft übernehmen wollen. Die Schatten wollen das. Wir sind nur dazu da, um sie zu bekämpfen.

SW-R: Wie müssen wir uns so einen Schatten denn bitte vorstellen?

Noah: Die Schatten sehen aus wie eine menschliche Silhouette, nur, dass sie nicht flach, sondern dreidimensional sind. Sie kommen aus einer anderen Dimension, die wir Schattenwelt nennen. Normalerweise sind die Welten getrennt und ein Übertritt ist nicht möglich, aber es gibt Portale, die sich zu bestimmten Zeiten öffnen und den Schatten so den Zugang ermöglichen.

Ein Portal verbindet Welten

SWR III Sandra Grauer SchlossKay und Nelly wechseln einen beeindruckten Blick.

SW-R: Und was passiert, wenn so ein Portal offen ist?

Noah: Wir wissen, wann sich die Portale öffnen und stehen entsprechend bereit, um die Schatten zu bekämpfen. Diese haben nämlich nicht nur rasiermesserscharfe Hände, sie können auch die Kontrolle über Menschen erlangen und gewissermaßen deren Körper übernehmen. Und bei so einer Portalöffnung strömen hunderte Schatten zugleich in unsere Welt.

SW-R: Das klingt ziemlich gefährlich. Wie muss ich mir so einen Kampf gegen Schatten vorstellen?

Noah: Wir bekämpfen sie buchstäblich mit Feuer und Schwert, denn Feuer ist das einzige, was einen Schatten töten kann. Bei einer Portalöffnung entkommen allerdings immer einige Schatten. Sobald das Portal wieder geschlossen ist, machen wir uns auf die Jagd nach ihnen.

In diesem Moment klingelt das Telefon. Noah lächelt entschuldigend und spricht einen Moment. Dann steht er auf und geht zur Tür, um diese zu öffnen.

Noah: Gabriel, Joshua? Kommt mal bitte schnell.

Feuer und Schwert

Kay und Nelly werfen sich einen fragenden Blick zu. Kurz darauf erscheinen zwei Jungen um die achtzehn Jahre in der Tür. Vor allem der eine von ihnen sieht seinem Vater mit seinen dunklen Haaren und den grünen Augen ziemlich ähnlich. Er zwinkert Nelly zu, woraufhin diese rot wird.

Noah: Das sind meine Söhne Gabriel und Joshua. Ihr müsst los, die Polizei hat seltsames Verhalten in der Nähe des Spielplatzes bei eurer Schule gemeldet. Da niemand in der Nähe ist, müsst ihr nachsehen, ob das ein Fall für uns ist.

Gabriel: Kein Problem, wir sind schon unterwegs.

Nelly rutscht unruhig auf dem Stuhl umher. Gabriel und Joshua sind mit einem kurzen Kopfnicken wieder verschwunden.

SW-R: So eine Schattenjagd würde uns ja brennend interessieren. Ob man da vielleicht mal zusehen könnte?

Noah: Auf keinen Fall! Das ist viel zu gefährlich. Sie könnten verletzt oder sogar getötet werden. Gabriel und Joshua wissen, was sie tun. Sie wurden dafür ausgebildet.

Noah will sich wieder hinsetzen, doch Kay und Nelly stehen auf.

SW-R: Dann wollen wir Sie mal nicht länger aufhalten. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben.

Noah nickt und sieht unbehaglich von einer zur anderen.

Noah: Ich möchte Sie aber bitten, alles was ich gesagt habe, geheim zu halten. Wir wissen nicht, wie die Menschen reagieren, wenn sie die Wahrheit erfahren.

SW-R: Sie können sich auf uns verlassen. Noch ganz kurz: Sie haben doch eine Tochter, richtig? Ist sie auch Schattenwächterin?

Noah: Nein, das Schattenwächtertum wird nur an die Jungen weitergegeben.

SW-R: Dann ist die Emanzipation wohl noch nicht bei Ihnen angekommen?

Noah lächelt vergnügt in sich hinein.

Noah: Nun ja, traditionell war es eben immer so, aber ich bin mir sicher, eines Tages werden auch wir uns umstellen müssen. Wer weiß, irgendwann haben wir vielleicht auch weibliche Schattenwächter.

Natürlich macht die Emanzipation auch vor den Schattenwächtern nicht halt. Für den Schattenwelt-Report ist Sandra Grauer den Schattenwächtern auf die Spur gekommen und verrät in ihrem Bericht alles über diesen Geheimbund. Und wer wissen will, wie es ein 17-jähriges Mädchen nach so vielen Jahrhunderten doch noch zu den Schattenwächtern schafft, sollte sich

SWR III - Sandra Grauer Schattentänzer

SWR III - Sandra Grauer SchattendaseinSandra Grauer – „Schattendasein – Der erste Teil der Schattenwächter-Saga

auf keinen Fall entgehen lassen.

Homepage: www.schattenwaechter-saga.de

Bildquellen
Cover und Postkarte: Claudia Toman|Traumstoff Buchdesign|unter Verwendung von Motiven von Shutterstock.com
Schattenboxen: CFalk/pixelio.de
Schloss: Sandra Grauer oder Privat

http://www.amazon.de/gp/product/B00R9S9WAU/ref=s9_simh_gw_p351_d0_i2?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=0AYEEHYQFJQQJKWEP896&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353687&pf_rd_i=301128

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